Das Problem

Die Lösung

Viele Menschen haben im Erwachsenenalter wenig Zeit und Motivation, sich kontinuierlich persönlich weiterzuentwickeln. Bestehende Selbstoptimierungsangebote sind häufig rein digital, individualisiert und mit Leistungsdruck verbunden, wodurch sie im Alltag schwer integrierbar sind.

Gleichzeitig verlieren soziale Beziehungen durch berufliche und private Verpflichtungen an Intensität, was zu Isolation und Einsamkeit führen kann. Langfristig fehlende mentale und soziale Aktivierung kann das Risiko für kognitiven Abbau, sowie Erkrankungen wie Demenz oder Alzheimer erhöhen.

Unser Lösungsansatz basiert auf einem hybriden Servicekonzept , das digitale und physische Touchpoints gezielt miteinander kombiniert. Ziel ist es, persönliche Weiterentwicklung in einen sozialen Kontext einzubetten und dadurch Motivation, Verbindlichkeit und Konsistenz zu fördern.

Der Service schafft eine Umgebung, in der Selbstoptimierung nicht als Einzelaktivität, sondern als gemeinschaftlicher Prozess erlebt wird. Dieses erlaubt den Nutzern Beziehungen zu pflegen und gemeinsam zu wachsen.

Die Idee

Der digitale Touchpoint ist eine Lernapp mit integrierten Community-Funktionen. In der digitalen Anwendung erhalten Nutzer Micro-Lerneinheiten zu Themen der Persönlichkeitsentwicklung. Die Inhalte der Lernmodule bestehen aus einem theoretischen Teil und praktischen Tipps zur Umsetzung der Theorie, welches sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

Der physische Touchpoint ergänzt den digitalen Lernprozess durch ein monatliches Paket, welches das jeweilige Lernmodul entweder begleitet oder abschließt. Dieses Paket enthält analoge Materialien wie Themenkarten, Reflexionsübungen, Lernspiele und weitere, die zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema beitragen.

Gruppenaktionen

In festen Lerngruppen werden gemeinsam Module, Challenges und Monatsziele bearbeitet. Gemeinsame Abschlüsse und Erfolge stärken Verbindung und Motivation.

Synchrone Momente

Geplante Check-ins, Gruppenaktionen oder Abschlusstermine schaffen bewusste gemeinsame Zeit. Diese Momente geben Struktur und ein echtes Wir-Gefühl.

Asynchrone Aufgaben

Impulse, Aufgaben und Reflexionen können zeitunabhängig bearbeitet und geteilt werden. So entsteht Austausch, auch wenn nicht alle gleichzeitig aktiv sind.

Die Abomodelle

Es werden drei Abomodelle angeboten, welche zeitliche Flexibilität bieten. Das Abo-Modell ist tokenbasiert, bei dem die Nutzer statt eines festen Moduls jeden Monat eine bestimmte Anzahl an Tokens erhalten. Ergänzend zum monatlichen Abonnement werden unterschiedliche Token-Pakete angeboten, was Flexibilität für Nutzer mit variierender Nutzungsintensität oder begrenzten zeitlichen Ressourcen ermöglicht.

Module und Inhalte

Die Wevolve Module behandeln Themen wie Kommunikation, Selbstreflexion, Emotionen, Beziehungen und persönliches Wachstum. Sie verbinden Wissen, praktische Impulse und gemeinsames Erleben.

Zusätzlich gibt es exklusive Module aus Verlagskooperationen, die ausgewählte Buchinhalte in interaktive Lern- und Reflexionsformate für Gruppen übersetzen.

User Journey Map

Die User Journey Map verdeutlicht, wie sich der Nutzer bei verschiedenen Phasen des Services fühlt, was uns erlaubt hat zu identifizieren, bei welchen Touchpoints negativen oder positiven Emotionen entstehen.



Weiterhin konnten wir mithilfe der User Journey Maps schauen, wie die potenziellen Nutzer auf unseren Service kommen und wie wir sie dort abfangen können. Dabei haben wir festgelegt, wo unsere Chancen und potenzielle Painpoints sind. Auf Grundlage der User Journey Map konnten wir Optimierungspotenziale für den Service identifizieren.

Value Proposition Canvas

Das Value Proposition Canvas wurde erstellt, um die Bedürfnisse, Herausforderungen und Erwartungen der Nutzer zu identifizieren und festzulegen, wie unser Service diese erfüllt. Ziel ist es auch zu erkennen, wie wir Mehrwert für den Nutzer schaffen durch bestimmte Aspekte des Services.

Als zentrale Customer Jobs haben wir die persönliche Weiterentwicklung, soziale Verbundenheit, Balance im Alltag und Durchhaltevermögen definiert. Dabei stehen mögliche Pains wie fehlende Zeit, mangelnde Motivation, Überforderung durch Informationsflut, Einsamkeit, sowie Skepsis gegenüber klassischen Selbstoptimierungsformaten im Vordergrund. 



Unser Service begegnet diesen Herausforderungen durch strukturierte, praxisnahe Lernmodule, Micro-Learning-Ansätze und Gamification, die Lernen alltagstauglich und motivierend machen.

Der Mehrwert für die Nutzer besteht darin, dass unser Service persönliches Wachstum und soziale Verbundenheit durch eine Kombination aus digitalem Lernen und realen Erlebnissen fördert.

Service Blueprint

Der Service Blueprint stellt eine detaillierte Visualisierung des ganzen Serviceprozesses aus Nutzer- und Anbieterperspektive. Dieser Blueprint umfasst die Frontstage, Backstage und unterstützende Prozesse, sowie alle Berührungspunkte mit den Nutzern bei den verschiedenen Servicephasen.

Mithilfe des Service Blueprints konnten wir Schwachstellen, sowie Verbesserungspotenziale erkennen. Dadurch konnten wir unseren Serviceablauf effizienter gestalten, um ein gutes und nahtloses Erlebnis für die Nutzer zu schaffen.

Der Service Blueprint zeigt, wie wichtig es ist, die Frontstage und Backstage Aktionen zu koordinieren, um ein optimales Kundenerlebnis zu gestalten

Business Model Canvas

Das Business Model Canvas haben wir erstellt, um unseren Geschäftsmodell zu visualisieren. Dabei haben wir Aspekte wie Schlüsselpartner, Kostenstruktur, Einnahmequellen und weitere definiert. Dadurch konnten wir festlegen wie unser Service Mehrwert generiert.



Die wichtigsten Schlüsselaktivitäten für unserer Service liegen in der Entwicklung und Pflege der App, der Konzeption von Lernmodulen und Boxen und deren Versand, sowie Marketing- und Influencer-Kooperationen.



Einnahmen werden vor allem durch ein tokenbasiertes, monatliches Abo-Modell, zusätzliche Token-Pakete sowie spezielle Workshops und Kooperationen generiert, während Kosten insbesondere durch App-Entwicklung, Content-Erstellung, Produktion und Logistik der Boxen sowie Marketing entstehen.



Durch den Business Model Canvas konnten wir unser Geschäftsmodell weiterentwickeln und uns dabei auf das Wesentliche konzentrieren.

Gestaltung

Logo und Name

Der Name „Wevolve“ setzt sich aus den englischen Begriffen „we“ und „evolve“ zusammen und entspricht damit der zentralen Idee des Services – persönliche Entwicklung als gemeinsames und verbindliches Erlebnis. Weiterhin klingt der Name harmonisch und bleibt leicht im Gedächtnis, was zu höherem Wiedererkennungswert führt. Der Name ist kurz, einprägsam und international verständlich und vermittelt bereits auf sprachlicher Ebene den Kerngedanken des Services.



Das Logo wirkt harmonisch, offen und emotional durch die organische und weiche Form. Durch die warme Orangefarbe wirkt das Logo auch freundlich und optimistisch. Für die Typografie wird die im Styleguide definierte Überschriftenschrift benutzt, um die allgemeine Gestaltung einheitlich zu behalten.

Styleguide

Der Styleguide stellt unser finales Designsystem vor.

Die ausgewählte Farben vermitteln Energie und Aktivität, ohne aggressiv oder überstimulierend zu wirken. Für die Typografie haben wir zwei verschiedene Schriftarten ausgewählt – eine für Fließtext und eine für Überschriften. Dadurch entsteht eine visuelle Hierarchie und Struktur.

Die Gestaltung schafft ein freundliches un motivierendes Umgebung.

Umsetzung

Lernapp

Die App haben wir in zwei Haupteinsichten aufgeteilt – persönliche Einsicht, wo sich die aktuellen Lerninhalte sowie tägliche Aufgaben befinden, und Gruppeneinsicht, wo sich Funktionen wie Gruppenchallenges, Ranking, Terminplanung und weitere befinden. Durch die untere Navigationsleiste, können die Nutzer zwischen den beiden Einsichten navigieren, sowie direkt auf die Chat- und Videofunktionen zugreifen.

Box

Passend zu den Prototyp haben wir auch ein Mock-up für die Box erstellt. Das Design ist modern und freundlich und entspricht dem Look and Feel des finalen Design der Lernapp. Dadurch bleibt die Gestaltung der physischen und den gigitalen Komponenten des Services einheitlich und harmonisch.

Gruppenbereich

In der Gruppenumgebung können die Nutzer die Organisation und den Ablauf des Moduls, sowie den Fortschritt und das Ranking der Mitglieder anschauen und die Gruppeneinstellungen finden.

Zu den Gruppenfunktionen gehört auch die Video-Chat-Funktion für gemeinsame Online-Termine.

Persönlicher Bereich

Im persönlichen Lernbereich können Nutzer die Lerneinheiten aus dem aktuellen Modul sehen und bearbeiten. 


Jede Lerneinheit ist in 5 Bestandteile aufgeteilt, wobei der Fokus auf kurzen, abwechslungsreichen Microlessons liegt. Verschiedene Lernformate werden angeboten, wie Texte, Videos, kurze Podcasts und Reflexionsaufgaben. Ziel ist es, die Lerneinheiten vielfältig und leicht im Alltag integrierbar zu machen.

Fazit

Das Hauptziel im Fach Service Design war es, ein eigenständiges Service zu konzipieren, welches gesellschaftlicher Relevanz hat und Mehrwert für die Nutzer schafft. Dieses Ziel haben wir erreicht durch die konzeptionelle Entwicklung eines hybriden Service, der persönliche Weiterentwicklung und soziale Verbundenheit in einem Angebot vereint. 



Im Laufe des Projekts haben wir viele neue Wissen und Erfahrungen gesammelt. Wir haben gelernt, wie eine Idee so weiterentwickelt werden kann, damit davon ein Unternehmen und Geschäftsmodell entsteht. Dabei haben wir neue Konzepte kennengelernt wie Sevice Blueprint, Value Proposition Canvas und Business Model Canvas, mithilfe derer wir unsere Serviceidee ausgearbeitet haben.

 Für uns war es besonders interessant zu sehen, welche Schritte durchgegangen werden müssen, um eine Idee zu monetarisieren und auf den Markt zu bringen.



Allgemein sind wir mit unserem Ergebnis zufrieden. Durch unseren Service haben wir ein wichtiges Gesellschaftsproblem identifiziert und eine praktische Lösung dafür konzipiert.

Autorinnen:

Antoaneta Voynova
Nina Zimmermann

Betreuung:

Prof. Damian Gerbaulet