Campus Hugo (Campus Wellbeing)
von Michelle Ahrens, Tabea Geiger, Philipp Ziegler
1. Empathize and Define
Interviews (Erkenntnisse)
Allgemeine Tendenz:
Studierende fühlen sich häufig überfordert und wünschen sich niedrigschwellige, strukturierende und motivierende Unterstützungssysteme, die Alltag, Emotion und Organisation verbinden.
Zentrale Bedürfnisse:
Sozialer Austausch & Gemeinschaftsgefühl (Peer-Support, geteilte Erfahrungen)
Einfache Usability & Gamification (z. B. Erinnerungen, motivierende Belohnungen)
Zentrale Organisation (Kalender, Fristen, To-Dos → alles in einer App)
Vertraulichkeit & klare Kommunikation bei psychologischen Angeboten
Selbstbeobachtung ohne Druck (wöchentliche Check-ins, nicht täglich)
Personalisierung & Individualität (Design, Farben, Avatare)
Realistische Belastungsthemen: Geld, Zukunft, Noten, fehlende Information über Hilfsangebote
Design-Implikationen für das MVP (Minimum Viable Product):
Check-in-Funktion: Wöchentlich, mit optionalem Feedback („Du hast viel geschafft – Pause nicht vergessen“).
Planner + Reminder-System: Automatische Fristenintegration, Push-Benachrichtigungen.
Community-Bereich: Austausch nach Studiengängen oder Themen (Examensphase, Motivation, Zeitdruck).
Ressourcen-Navigator: Kurze, multimediale Inhalte (Videos, Tipps, Artikel-Snippets).
Personalisierbare Oberfläche: Farb- und Motivwahl, ggf. Begleit-Avatar.
Gamified Statistics: Fortschritt / Stimmungsverlauf wie „Spotify-Wrapped“.
Personas
Affinity Mapping
Problemstatements
Kernerkenntnisse aus den Problem Statements
Studierende wünschen sich anonymen, sicheren Austausch, da Angst vor Bewertung, negativen Kommentaren oder Konsequenzen besteht.
Viele fühlen sich von komplexen, überladenen Plattformen überfordert → Verwirrung, Frustration und Zeitverlust.
Es gibt ein starkes Bedürfnis nach Vertrauen, Übersichtlichkeit und Fokus auf Wesentliches.
Studierende haben soziale Hürden, Kontakte zu knüpfen oder offen über Probleme zu sprechen.
Orientierungslosigkeit, Zukunftsängste und Studienzweifel sind weit verbreitet.
Motivation zur regelmäßigen Nutzung fehlt oft → Bedarf an niedrigschwelligen, motivierenden Lösungen.
Wunsch nach Individualisierung und einem persönlichen, unterstützenden digitalen Companion.
How-Might-We – Kernerkenntnisse
Community
Anonymen, wertungsfreien Austausch ermöglichen
Soziale Hürden beim Kontakteknüpfen abbauen
Niedrigschwellige Räume für Austausch & Verbindung schaffen
Emotionale Faktoren
Zukunftsängste und Orientierungslosigkeit adressieren
Motivation zur regelmäßigen Nutzung fördern
Entmutigung durch negative Vergleiche oder Kommentare vermeiden
Benutzeroberfläche
Vertrauen und Datensicherheit klar vermitteln
Übersichtliche, einfache Navigation statt Funktionsüberladung
Hohe Anpassbarkeit für einen persönlichen „Companion“-Charakter
User Journey – Kernerkenntnisse
Person 1: Unsichere*r Erstsemester
Startet mit Orientierungslosigkeit & Informationsüberforderung
Sucht klare Struktur, Sicherheit und erste Unterstützung
Bleibt, wenn Einstieg einfach, anonym & verständlich ist
Person 2: Überforderter Studierender im Studienverlauf
Hat Stress, Motivationsprobleme und Vergleichsdruck
Nutzt Tool punktuell zur Reflexion & emotionalen Entlastung
Wird aktiv, wenn Inhalte relevant, persönlich & wertungsfrei sind
Person 3: Reflektierter, engagierter Studierende*r
Sucht Austausch, Community und langfristige Entwicklung
Nutzt Companion regelmäßig als persönlichen Begleiter
Bleibt durch Individualisierung, Fortschritt & Mehrwert langfristig dabei
Competitive Research – Highlights
Viele Tools sind stark fragmentiert: Entweder Fokus auf Lernen, Mental Health oder Produktivität – selten ganzheitlich.
Hohe Funktionsdichte, geringe emotionale Tiefe: Inhalte oft hilfreich, aber wenig persönlich oder empathisch.
Anonymität & Community fehlen häufig oder sind nur oberflächlich integriert.
Komplexe Interfaces (z. B. Notion-ähnliche Tools) erzeugen Einstiegshürden für Studierende.
Gamification & Motivation sind vorhanden, aber oft generisch und nicht individuell.
Datenschutz & Vertrauen werden selten klar kommuniziert.
Chance für Campus Wellbeing Companion: ein fokussierter, personalisierbarer, sicherer All-in-One-Begleiter speziell für Studierende.
2. Ideation and Protoype
Entwurfsentwicklung
MoSCoW – Highlights
Must Have
Klare Navigation
Sichere, vertrauensvolle Umgebung
Stress- & Emotionsmanagement (Kalender, Check-ins, Übungen)
Zugang zu Beratungsangeboten
Should Have
Ruhiger, entspannter Companion-Charakter
Could Have
Motivation durch Statistiken
Weiterleitung zu Beratungsstellen
Persönliche Reflexions-Prompts
Won’t Have
KI-Forum (bereits vorhanden, kein Mehrwert)
Relational Ideation
Zusammenfassung:
Landing page
Forum
Check In
Personalisierung
Ranking/Belohnung
Artikelseite
Animierter Cha
Beratungsstellen
Scamper
Highlights
Substitute: Weniger Text, mehr visuell & schnell (Emojis, Mikro-Resets, Audio optional)
Combine: Check-in + Coping + Community → direkte, passende Empfehlungen
Adapt: Bewährte Patterns (Streaks, Swipes, Calm-UI) für Wellbeing nutzen
Modify: Fokus auf Ruhe, Kürze & Modularität statt Feed-Überfluss
Put to other use: Mood- & Peer-Daten für Motivation & Reflexion nutzen
Eliminate: Registrierung, Likes, lange Texte & unnötige Menüs streichen
Rearrange: Check-in zuerst, Inhalte stimmungs- & zeitbasiert anordnen
Inspiration
3. Test & Implement
Usability Tests
Stärken: Registrierung sehr intuitiv, Coping-Plan klar verständlich, Tipps & Notenplan gut nutzbar
Solide, aber verbesserbar: Navigation, Termine, Ressourcen & Gamification brauchen klarere Darstellung
Schwachstellen: Forum und Fortschrittsanzeige wirken unübersichtlich und verwirrend
Erster Eindruck: Positiv, aber visuell noch ausbaufähig
Fazit: Gute Basis mit klaren Funktionen – Fokus auf Übersicht, Visualisierung und Fortschrittsklarheit nötig
User Stories
Navigation & Einstieg: Klarer, geführter Einstieg mit jederzeit sichtbarer Orientierung
Coping Plan: Individuell anpassbar, stimmungsabhängig & leicht umsetzbar
Notenplaner: Schnelles Eintragen, automatischer Überblick & Fortschritt
Forum & Community: Anonymer, sicherer Austausch + gezielte Vernetzung
Ressourcen & Beratung: Schnell auffindbare Hilfe & klare Kontaktoptionen
Gamification & Progress: Transparente Badges & verständlicher Fortschritt
UI/Design: Klare Icons, einfache Bildsprache, kein visuelles Overload
4. Prototype
Low Fidelity Wireframes
Mid Fidelity Wireframes
High Fidelity Wireframes
Hugo Companion
5. Test
Zentrale Highlights & Erkenntnisse:
Sehr guter Einstieg & Onboarding:
Die Registrierung wurde von allen Testpersonen als klar, selbsterklärend und reibungslos wahrgenommen. Auch ohne Erklärungen konnten Nutzer:innen starten, was Vertrauen schafft und Einstiegshürden senktCoping Plan als stärkste Kernfunktion:
Der personalisierte Coping Plan wurde als logisch aufgebaut, leicht verständlich und sinnvoll individualisierbar bewertet. Die Verbindung von Stimmung, Empfehlungen und Übungen funktioniert gut und wird als echter Mehrwert empfundenIntuitive Grundbedienung, aber Orientierungsprobleme:
Navigation und Grundstruktur sind grundsätzlich nutzbar, dennoch entstehen Unsicherheiten – besonders im Forum und bei sekundären Seiten. Nutzer verlieren dort schneller den ÜberblickForum & Progress als größte Schwachstellen:
Das Forum wirkt unübersichtlich und wenig einladend. Fortschritt & Badges sind schwer nachvollziehbar, teils fehlerhaft und bieten aktuell zu wenig Motivation – reine Badges reichen nicht ausFunktionale Features mit Detailproblemen:
Termine, Moodtracker und Notenplaner werden verstanden, zeigen aber kleinere Logik- und Darstellungsprobleme (z. B. Dark Mode, Datumeingaben, Durchschnittsanzeigen)Positiver Ersteindruck, visuell noch Potenzial:
Das Design wird als ruhig und übersichtlich wahrgenommen, allerdings fehlt eine stärkere Bildsprache und visuelle Führung (Icons, Hierarchien), um Orientierung und Motivation zu verbessern
Kurzfazit:
Der Campus Wellbeing Companion besitzt eine starke, nutzerfreundliche Basis mit klaren Kernfunktionen. Der größte Hebel für die Weiterentwicklung liegt in besserer Orientierung, klar visualisiertem Fortschritt und einer motivierenderen Community-Struktur.
6. Implement
Implement-Phase – wichtigste Highlights & Erkenntnisse:
Klare Fokussierung auf Kernaufgaben:
Die Implement-Phase konzentriert sich bewusst auf zentrale User-Tasks (Mentor anschreiben, Beratung finden, Termine anlegen, Monatsstatistik ansehen). Sekundäre Funktionen wurden untergeordnet, um Komplexität zu reduzierenSaubere Nutzerflüsse (Flow Charts):
Für alle Hauptaufgaben wurden klare, nachvollziehbare Flows definiert – vom Einstieg (Landing Page / Dashboard) bis zum Erfolg oder Abbruch. Das erhöht Transparenz und reduziert FehlbedienungTrennung von Gast- & Login-Modus:
Zentrale Funktionen (z. B. Mentor kontaktieren, Kalender, Statistik) sind logisch an Registrierung/Anmeldung gekoppelt. Der Gastmodus ermöglicht Orientierung, ohne sensible Funktionen freizugebenDashboard als zentrale Schaltstelle:
Das Dashboard fungiert klar als Startpunkt für eingeloggte Nutzer:innen und bündelt alle relevanten Einstiege (Forum, Beratung, Kalender, Mood-Tracker)Abbruch & Fehlerfälle mitgedacht:
Abbrechen-Optionen, Pop-ups und Rückwege sind explizit eingeplant. Nutzer:innen behalten jederzeit Kontrolle und fühlen sich nicht „gefangen“ im FlowFokus auf reale Nutzungsszenarien:
Die Flows orientieren sich stark an echten, alltagsnahen Use Cases (Stress → Beratung, Stimmung → Statistik, Kontakt → Forum), was die Umsetzbarkeit im finalen Produkt stärkt
Kurzfazit:
Die Implement-Phase übersetzt Erkenntnisse aus Tests und Konzepten konsequent in klare, realistische und nutzerzentrierte Abläufe. Der Fokus liegt auf Reduktion, Klarheit und Kontrolle, wodurch das Produkt technisch wie konzeptionell gut auf die finale Umsetzung vorbereitet ist.
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